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Merciless: Nicht unsere Schuld

von Sandra Parker  

MERCILESS – Nicht unsere Schuld

Eine Woche gegen ein ganzes Leben!

Melissa kam nach New York, um ihren leiblichen Vater zu suchen. In der ihr fremden Welt der High Society trifft sie auf Kyle, der eine wahnsinnig starke Faszination auf sie ausübt.
Sie verbringt eine unglaubliche Nacht mit ihm, doch ihr ist schnell klar, dass es nicht dabei bleiben wird.
Das Schicksal gewährt ihnen eine Woche Zeit. Eine Woche, in der Zuneigung und Hingabe füreinander wachsen, die Kyle und Melissa aneinanderbindet und die sie die Welt um sie herum vergessen lässt – bis sie die Wirklichkeit auf den Boden der Tatsachen zurückholt.
In die Realität, in der Melissa Kyle nicht lieben darf!
Doch für eine Umkehr ist es längst zu spät.

Aber lassen sich Grenzen wirklich leichter akzeptieren, wenn man sie schon einmal überschritten hat?

Einzelband

Auszug

»Ich weiß, das klingt total egoistisch«, flüsterte er schließlich leicht atemlos und grinste, als er die Röte auf ihren Wangen sah, »aber ich hoffe fast, dass du das, was du suchst, niemals findest.«
Melissa, deren volle Lippen leicht geöffnet gewesen waren, schloss den Mund und ihr Gesichtsausdruck wandelte sich in Sekundenbruchteilen. So schnell, dass Kyle es bereits bereute, die unüberlegten Worte ausgesprochen zu haben. Er sah Schmerz und Bedauern in ihren Augen – Dinge, die er nicht sehen wollte und die er nicht verstand. Vielleicht machte er deshalb weiter. Vielleicht wollte er es verstehen. Vielleicht war es ein Fehler. Trotzdem konnte er den Mund nicht halten. Unmöglich.
»Was ist es, das du hier zu finden hoffst, Honey?«, fragte er leise und strich ihr so zärtlich wie möglich eine Haarsträhne hinter das Ohr, ohne ihren Blick loszulassen. »Und was wirst du tun, wenn du es gefunden hast? Wirst du zurück nach Alabama gehen?«
Es dauerte einen sehr langen Moment, bis sie antwortete. Er sah, dass es in ihrem Kopf arbeitete, als müsste sie ihre Antwort entweder genau abwägen oder die passenden Worte für das suchen, was sie eigentlich beide wussten: Wenn sie das gefunden hatte, wonach sie suchte, würde sie gehen. Und diese Sache – was auch immer es war – würde aufhören.
Natürlich. Sie hatte ein Leben außerhalb von New York. Eine Familie. Freunde. Ihren Studienplatz am College in Jasper. Vielleicht sogar jemanden, der dort auf sie wartete. Nicht, dass Kyle das ernsthaft annahm, aber schließlich hatten sie nie darüber geredet. Er wusste nach wie vor nicht viel über dieses Mädchen, zu dem er sich trotz allem so intensiv hingezogen fühlte, dass es fast unheimlich war.
»Ich weiß es nicht, Kyle«, antwortete sie kaum hörbar, doch ihre eigene Verunsicherung schwang in jeder Silbe mit. »Ich weiß nicht mehr, was ich tun werde, wenn ich ihn gefunden habe.«
»Ihn?«, wiederholte er und betete, dass ihr der absurde Beigeschmack von latenter unverhältnismäßiger Eifersucht entging. »Wen suchst du?«
Sie schüttelte den Kopf, aber auf ihren Lippen zeichnete sich ein schwaches Lächeln ab. »Es ist – kompliziert.«
Kyle ignorierte den Stich in seinem Magen und fuhr fort, ihre Wange zu streicheln. Weiter unverfänglich lächelnd. »Was kann schon so kompliziert sein, dass du es mir nicht verraten willst, hm? Oder bist du vielleicht nach New York gekommen, um jemanden zu ermorden?«
Sie lachte leise, aber ihre spürbare Anspannung wich nicht und er sah, wie sie auf ihrer Unterlippe herumkaute. Offenbar hatte er wirklich einen Nerv bei ihr getroffen und es schien ihr Mühe zu machen, darüber zu reden.

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